Zyprische Immobilien erreichen Rekord von €6,5 Mrd. — und 2026 ist noch staerker
Der zyprische Immobilienmarkt schloss 2025 mit einem Rekord von €6,5 Mrd. an Transaktionen ab — ein Anstieg von 8% gegenueber dem Vorjahr, laut PwC Zypern. Insgesamt wechselten 25.600 Immobilien den Besitzer, wobei Wohnimmobilienverkaeufe 69% des Marktwerts ausmachten. Aber was wirklich bemerkenswert ist: 2026 zeichnet sich ab, diesen historischen Massstab zu uebertreffen.
Allein im Q1 2026 meldete Sotheby's International Realty 4.308 Wohnungsverkaeufe im Wert von €1,26 Mrd. — ein erstaunlicher Anstieg von 43% bei den Transaktionen und 52% beim Wert im Vergleich zum Q1 2025. Der Schwung setzte sich im Q2 fort mit 4.622 Transaktionen im Wert von €1,38 Mrd., was es zum staerksten zweiten Quartal seit 2016 macht.
Was treibt dieses Wachstum an? Eine Kombination von Faktoren: anhaltende auslaendische Nachfrage (plus 16% in 2025), Unternehmensumzuege — insbesondere aus Grossbritannien nach der Abschaffung des britischen Non-Dom-Status — und ein Bausektor, der skaliert, ohne zu ueberbauen. Baugenehmigungen im Januar–April 2026 umfassten 7.131 neue Wohneinheiten, ein Anstieg von 65% im Jahresvergleich.
Die Zentralbank Zyperns hat bestaetigt, dass es keine Anzeichen fuer eine weit verbreitete Ueberbewertung gibt. Die durchschnittlichen Hypothekenzinsen bleiben mit 3,15% wettbewerbsfaehig, und neue Wohnungsbaukredite sind um 24,5% im Jahresvergleich gestiegen. Im Gegensatz zu vielen ueberhitzten europaeischen Maerkten erlebt Zypern ein gemessenes, nachfragegetriebenes Wachstum — was Analysten als „Widerstandsfaehigkeit statt Immobilienboom' bezeichnen.
Auf Distriktebene zeigt sich ein aufschlussreiches Bild. Limassol dominiert weiterhin nach Wert (€2,64 Mrd. in 2025, 41% des nationalen Gesamtvolumens), aber die Transaktionszahl ging tatsaechlich um 2% zurueck — ein Zeichen der Marktreife. Waehrenddessen legte Paphos mit einem Anstieg von 25% bei den Verkaeufen kraeftig zu, Larnaca wuchs um 7%, und Famagusta verzeichnete mit 27% das staerkste Wertwachstum. Der Markt verbreitert sich und schafft Chancen jenseits des traditionellen Hotspots Limassol.
Auslaendische Kaeufer sind eine zunehmend starke Kraft. Im Februar 2026 entfielen 28,6% aller Transaktionen auf Nicht-EU-Kaeufer (ein Plus von 22% im Jahresvergleich), und EU-Kaeufer trugen weitere 15% bei (plus 20%). Fast die Haelfte aller Immobilienverkaeufe auf Zypern beinhaltet mittlerweile einen internationalen Erwerber — ein Verhaeltnis, das den wachsenden Ruf der Insel als sichere, zugaengliche Investitionsdestination innerhalb der Eurozone unterstreicht.
Auch das Luxussegment (Immobilien ueber €1,5 Mio.) entwickelt sich weiter. PwC-Daten zeigen 203 Luxustransaktionen im Wert von €550 Mio. in 2025. Bemerkenswert: Paphos' Anteil an diesem Segment hat sich von 18% auf 28% nahezu verdoppelt, waehrend Limassols Anteil von 76% auf 61% fiel. Vermoeegende Kaeufer entdecken, dass erstklassiges Kuenstenleben keine Limassol-Preise erfordert.
Die Bautaetigkeit spiegelt das Vertrauen der Entwickler wider. Der Gesamtwert genehmigter Bauprojekte erreichte 2025 €3,59 Mrd. — ein Anstieg von 31,8% im Jahresvergleich. Allein die Genehmigungen fuer Wohnungen stiegen um 44%. Dies ist Angebot, das auf echte Nachfrage reagiert, keine spekulative Ueberbauung — und es bedeutet, dass Kaeufer mehr Auswahl, bessere Qualitaet und wettbewerbsfaehige Preise von Entwicklern erhalten, die um Vertraege werben.
Fuer Investoren stellt diese Kombination aus starker Kapitalwertsteigerung (Preise insgesamt um 7,1% gestiegen, Wohnungen fuehrend mit 9,6%) und einem Markt, der seinen Hoehepunkt noch nicht erreicht hat, ein ueberzeugendes Fenster dar. Die Daten deuten darauf hin, dass Zyperns Immobilienmarkt sich noch in der Wachstumsphase befindet, gestuetzt durch Fundamentaldaten statt Spekulation.